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Wirtschaftsstandort Zentral in Deutschland

Kostenlose Beratung zu Wärmedämmung bei der Verbraucherzentrale Hessen bis 25.06.2014

15.05.2014 Gut gedämmt ist halb geheizt - Wer im Sommer schon an den nächsten Winter denkt, ist klar im Vorteil. Denn gerade in der warmen Jahreszeit ist genau der richtige Zeitpunkt, das eigene Haus mit einer neuen Dämmung fit für die nächste Heizsaison zu machen. Unter dem Motto "Gut gedämmt ist halb geheizt" startet die Verbraucherzentrale Hessen deshalb ab Mitte Mai eine großangelegte Beratungsaktion. Die Gutscheine für die kostenlose Energieberatung gibt es ab sofort in allen Beratungsstellen und Energiestützpunkten der Verbraucherzentrale Hessen oder als Download auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

"Die Heizkosten machen etwa drei Viertel des gesamten Energieeinsatzes in privaten Haushalten aus", erläutert Dr. Elisabeth Benecke, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Hessen. Das ist oftmals verschenktes Geld: Bei einem nicht gedämmten Einfamilienhaus entweichen bis zu zwei Drittel der Wärme einfach so über den Keller, durch die Außenwände und das Dach. Das sind in einem typischen 60er-Jahre Haus rund 2.000 Liter Heizöl im Jahr - oder bis zu 1.200 Euro. "Wer sein Haus schon während des Sommers warm einpackt, profitiert im nächsten Winter vom geringeren Heizbedarf und niedrigeren Heizkosten", empfiehlt Benecke.

Doch oft wirft die Entscheidung, das eigene Heim energetisch zu sanieren, erst einmal einige Fragen auf: Welche Maßnahme bringt am meisten? Welche Materialien stehen zur Verfügung? Wie viel darf das Ganze kosten? Welche Förderprogramme gibt es? Hier soll die Aktion Abhilfe schaffen, erklärt Benecke: "Bei uns nimmt sich ein unabhängiger Energieberater ausführlich Zeit für die individuelle Situation."

An hessenweit über 50 Standorten beraten Experten der Verbraucherzentrale Hessen im Rahmen der Aktion "Gut gedämmt ist halb geheizt" kostenlos zu allen Fragen rund um Wärmedämmung. Das Angebot richtet sich an Mieter, private Hauseigentümer, Bauherren und Wohnungseigentümer. Die Beratung findet nach Terminvereinbarung unter 0800 - 809 802 400 (kostenfrei) in der nächstgelegenen Beratungsstelle statt.

Innen- oder Außendämmung?

03.03.2014
"Diese Frage ist falsch gestellt. Zwar besitzt eine außen angebrachte Wärmedämmung unzweifelhaft Vorteile, denn sie vermeidet oder reduziert zusätzlich die Wärmeverluste einer Vielzahl von Wärmebrücken. Bei Gebäu­den, deren Wände nicht von außen gedämmt werden können, sollte aber trotzdem nicht auf eine Verbesserung des Wärmeschutzes ver­zichtet werden. Die Innendämmung ist immer dann das richtige System, wenn eine Außen­dämmung nicht in Frage kommt. Gerade ältere Gebäude mit erhaltenswerten Fassa­den weisen einen sehr dürftigen Wärmeschutz der Außenwände auf (z. B. dünnes Fachwerk, stark Wärme leitende Vollziegel), der durch die Innendämmung um mehr als 60 Prozent ver­bessert werden kann ", so Werner Eicke-Hennig, Leiter der "Hessischen Energiespar-Aktion", ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Bei manchen Gebäudearten ist die Innen- der Außendämmung sogar vorzuziehen. Bei Gebäuden mit täglich nur kurzen Beheizungs­zeiten (z. B. Kirchen), bei denen es auf eine schnelle Aufheizung ankommt, ist sie die beste Dämmmaßnahme.

Die Innendämmung besteht in der Regel aus meh­reren Komponenten: der Tragkonstruktion, dem Dämmstoff, der Dampfbremse und der Innenver­kleidung. Eine separate Dampfbremse wird immer dann erforderlich, wenn die Wandbekleidung zusammen mit dem Dämmstoff keinen ausrei­chenden Widerstand gegen eindringenden Was­serdampf bietet (z. B. Profilbretter). Die am Markt angebotenen Ausführungsvarianten sind vielfäl­tig. Sie reichen von Verbundplatten, bei denen die Deckplatte werkseitig mit dem Dämmstoff verklebt ist (wahlweise mit integrierter Dampfbremse) über Innendämmung zwischen einer Holzlattenkonst­ruktion bis hin zu Innenputzsystemen, bei denen der Innenputz (Nassputz) direkt auf die Dämmplat­ten aufgetragen wird. Beispiele möglicher Innen­dämmsysteme sind:

> Verbundplatten aus Dämmstoff (Hartschaum oder Mineralwolle) und Gipskarton wahlweise mit integrierter Dampfbremse.
> Holzwolleleichtbau-Verbundplatten mit Dämm­stoff (Hartschaum oder Mineralfaser) wahlweise mit integrierter Dampfbremse, Innenputz.
> Dämmstoffe zwischen Holzlattenkonstruktion auf altem Innenputz, sorgfältig an allen Anschluss­stellen dicht ausgeführte Dampfbremse, Innen­verkleidung, · > Zellulosedämmung im Anspritzverfahren zwi­schen Holzlattung, Dampfbremse oder Weichfa­serplatte, Innenverkleidung.
> Innenputzsysteme: Dämmplatten aus Polyurethanschaum, Polystyrol oder Mineralwolle gegebenenfalls mit Dampfbremse, Innenputz.
> Schaumglasplatten (dampfdicht) in Bitumen o. ä. Kaltkleber vollflächig aufgeklebt, Innenputz oder Verkleidung.

Bei Problemstellen wo es auf jeden Millimeter ankommt, kann der Einsatz von hochwertigen und teuren Dämmstoffen wie Vakuum- oder Aerogeldämmplatten helfen. Gemeint sind hier Fensterlaibungen, enge Heizkörpernischen, Roll­ladenkästen u.s.w. Eine ausführliche Beschrei­bung von Vakuumdämmstoffen finden Sie in der Energiesparinformation Nr. 2 "Wärmedämmver­bundsystem".

Dämmen rechnet sich

09.10.2013
Etwa zwei Drittel der Wärme entweichen bei einem nicht gedämmten Einfamilienhaus ungenutzt über den Keller, durch die Außenwände und durch das Dach. Durch eine fachgerechte Dämmung können diese Energieverluste um bis zu 80 Prozent reduziert werden. Bei einem typischen 60er-Jahre Haus entspricht das immerhin einer Heizkostenersparnis von 1.200 Euro im Jahr. Zugleich wird durch die wärmeren Wände die Behaglichkeit im Gebäudeinnern erhöht. Nachvollziehbarerweise amortisieren sich die Kosten einer Dämmung umso schneller je schlechter der Ausgangszustand gewesen war. D.h. je nach Gebäudezustand, Bauweise, Baumaterial und anderem, kann es dauern bis sich die Investition auszahlt. Um entscheiden zu können, ob sich eine Dämmung lohnt, ist immer eine Einzelfallbetrachtung notwendig.
(Quelle: Verbraucherzentrale Hessen)

Wärmedämmung lässt Wände nicht ersticken

09.10.2013
Der Mythos, dass gedämmte Wände nicht mehr atmen können, hält sich beharrlich in den Köpfen vieler Hausbesitzer. Das ist jedoch nicht korrekt, denn Wände können grundsätzlich nicht atmen. Der Luftaustausch erfolgt ausschließlich über das Lüften (Fenster, Lüftungsanlage) oder unkontrolliert durch Fugen und Ritzen. Die obige Aussage bezieht sich auf die bauphysikalische Wasserdampfdiffusion (Feuchtetransport) durch Bauteile. Das heißt, dass das einzige, was sich im Winter durch die Außenwände nach draußen bewegt, etwa ein bis zwei Prozent des Wasserdampfes sind, der sich in der Innenraumluft befindet. Damit dieser Wasserdampf keinen Schaden in der Wand anrichtet, kommt es darauf an, dass Dämmmaßnahmen richtig ausgeführt werden. Was das heißt und wie viel Energie mit einer Wärmedämmung einspart werden können, erläutern die Energieberater der Verbraucherzentrale Hessen e.V. gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch nach telefonischer Voranmeldung.
(Quelle: Verbraucherzentrale Hessen)

Dicke Wände - eiskalt

22.07.2013
Die unbeheizte Ruine der Burg Hanstein im Werratal gehört mit ihren meterdicken Mauern zu den stark wärmespeicherfähigen Bauten. Nach einer populären Theorie gelten Wärme speichernde Bauten als besonders energiesparsam. Wärmespeicherung sei wichtiger als Wärmedämmung, dicke Wände dämmten gut. Die Wände der Burg Hanstein sind bis zu 3 m dick. Die Burg liegt unverschattet auf einem Berg. Das sind günstige Voraussetzungen für die Speicherung von Sonnenenergie. Die Speicherfähigkeit ist im Winter nur dann von Vorteil, wenn die Wärme kostenfrei von der Sonne stammt. Denn jeder Speicher muss zunächst geladen werden, bevor er Wärme abgibt. Funktionierte dies bei Wänden, müssten die Burgwände im Winterhalbjahr eine hohe Bauteiltemperatur aufweisen, außen wie innen. Ob dies so ist, kann man nur an einem unbeheizten Bauwerk klären, wo die Messung nicht durch Wärme aus der Heizanlage gestört wird. Die Thermografie der unbeheizten Burg Hanstein im Werratal sollte genau dieses untersuchen.

Die Burg wurde in einer Frostperiode am 23. Februar 2013 thermografiert. Die Außentemperatur lag unter dem Gefrierpunkt bei -3°C. Der Himmel war bedeckt, es gab nur diffuse Solarstrahlung, dies ist eine für Februar normale Wetterlage. Der Februar weist nur 68 Sonnenstunden auf. Die Innenthermografien wurden im Rittersaal der Burg durchgeführt, der auf dem Burghügel von der Sonne gut erreichbar ist. Das Ergebnis der Messungen erbrachte keinen Beweis für ein Vorhandensein von solarer Speicherwärme in den dicken Wänden. Die Temperaturen auf der Innenoberfläche der Außenwände lagen in den Zimmern zwischen -1,0 und -2,5 °C. Eine Abhängigkeit von der Himmelrichtung war nicht feststellbar. Die Oberflächentemperatur auf ihrer Außenseite lag in ähnlicher Höhe. Die Wände waren völlig ausgekühlt. Eine Aufheizung der Innenluft im Rittersaal durch von außen durchdringende Solarstrahlung war nirgendwo feststellbar. Die Innenlufttemperatur der Zimmer lag nur bei plus 1-2 °Celsius. Die relative Luftfeuchte in einzelnen Räumen betrug zwischen 60 und 70 %.

„Ein Wärmespeichereffekt konnte nicht nachgewiesen werden. Stattdessen herrschte eine unbehagliche und klamme Kälte in den Räumen. Die Messungen belegen, was zeitgenössische Quellen ohnehin schon aussagen: In den mittelalterlichen Burgen haben die Menschen im Winter sehr gefroren“, so Werner Eicke-Hennig, Programmleiter der „Hessischen Energiespar-Aktion“, ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Das Bedürfnis nach Beheizung führte deshalb zur „Kemenate“. Diese beheizbaren Zimmer in den Burgen blieben meist den Frauen vorbehalten. Auch die Burg Hanstein verfügt über zwei Schornsteine. „Nicht die Sonne oder etwa die solar aufgeheizten Wärmespeichermassen der Natursteinwände erwärmten also die Zimmer, sondern das in den Kaminen verheizte Holz. So wird erklärlich, warum in denjenigen Burgen, Schlössern und kirchlichen Bauten, in denen nach 1945 eine moderne Nutzung einzog, die Fußbodenheizung ihren Anfang nahm. Sie brachte Strahlungswärme nicht von außen, sondern von einer warmen Flächenheizung, die alle sonst kalt bleibenden Außenbauteile aufheizte. Um den Preis eines unter diesen baulichen Bedingungen hohen Heizenergieverbrauchs. Das dicke Wände einen Beitrag zur Heizenergieeinsparung leisten ist also ein Märchen“, so der Energieexperte.
Quelle: Hessische Energiespar-Aktion)

Unwahrheiten II

09.01.2013
"Hohe Brandgefahr bei Wärmedämmung mit Polystyrol-Platten", lautete eine Meldung im Sommer 2012. Viele Verbraucher waren daraufhin verunsichert. Brandgefährlich und obendrein ineffizient? Die Verbraucherzentrale Hessen geht erneut einigen Fehlaussagen zum baulichen Wärmeschutz auf den Grund. Die Energieberater der Verbraucherzentrale informieren zu allen Fragen der energetischen Sanierung eines Hauses.
Immer wieder kursieren irreführende Meldungen zum Thema Hausdämmung. Die Verbraucherzentrale Hessen klärt einige der häufigsten Irrtümer auf. "In jedem Fall lohnt sich bei der Planung und vor der Durchführung eine individuelle Beratung durch anerkannte Fachleute", so der Rat von Dr. Elisabeth Benecke, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Hessen.
"Dämmung erhöht die Brandgefahr" Werden Dämmmaßnahmen fachgerecht und unter Beachtung aller Brandschutzbestimmungen durchgeführt, besteht keine erhöhte Feuergefahr. Im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Hausbrände spielen Wärmedämmverbundsysteme praktisch keine Rolle. Die Brandgefahr hängt davon ab, welcher Dämmstoff verwendet wurde und ob dieser fachgerecht verarbeitet wurde. Mineral- und Steinwolle, Mineralschaumplatten sowie Perlite sind zum Beispiel überhaupt nicht brennbar. Bei Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) und deren Ausführung mit Polystyrolplatten muss, da diese brennbar sind, ein sogenannter Brandriegel aus Mineralwolle eingefügt werden. Damit wird das Risiko einer schnellen Brandausbreitung über die Fassade reduziert.
"Die Außenwände veralgen" Hier sind vorrangig die Wärmeverbundsysteme als Verursacher an den Pranger gestellt worden. Richtig ist, dass die äußere Putzschicht bei gedämmten Wänden eine niedrigere Temperatur hat und sich dadurch das Abtrocknen von Regen- und Kondenswasser verzögert. Grundsätzlich sind für den mikrobakteriellen Befall jedoch noch mehr Komponenten ausschlaggebend: Die Bewitterung, die Himmelsrichtung, die Nähe zu Bäumen und Sträuchern und der fehlende Schutz durch vorspringende Bauteile (Dachüberstand, Fensterbank, Erker, Vordach). Idealerweise sollte daher bei Neubauten ein konstruktiver Witterungsschutz mit geplant werden. Als Maßnahme gegen Veralgung kann ein dickerer Deckputz aufgetragen werden, der die Strahlungswärme von außen besser speichert. Das führt zu etwas höheren Temperaturen der Putzoberfläche und lässt somit Regen- und Kondenswasser schneller trocknen.
"Dämmung amortisiert sich nicht" Nachvollziehbarerweise amortisieren sich die Kosten einer Dämmung umso schneller, je schlechter der Ausgangszustand war. D.h. je nach Gebäudezustand, Bauweise, Baumaterial und anderem kann es dauern, bis sich die Investition auszahlt. Um entscheiden zu können, ob sich eine Dämmung lohnt, ist immer eine Einzelfallbetrachtung notwendig. Die Energieberater der Verbraucherzentrale Hessen geben kompetenten und anbieterunabhängigen Rat. Wichtig bei Planung und Durchführung:
> Kompetente und erfahrene Handwerksbetriebe beauftragen, die die richtige Ausführung der Dämmmaßnahmen garantieren.
> Zeitpunkt der Maßnahme: Wenn zum Beispiel der Putz ohnehin erneuert und dafür ein Gerüst aufgestellt werden muss, fallen die zusätzlichen Kosten der Dämmung deutlich weniger ins Gewicht.
> Wärmedämmung sollte, wie andere energetische Maßnahmen auch, nie isoliert geplant werden, sondern immer Teil eines Gesamtkonzepts sein.
> Bei der Entscheidung über die Wirtschaftlichkeit sollte berücksichtigt werden, dass viele Sanierungsmaßnahmen auf Grund neuer Standards oder notwendiger Instandhaltungsmaßnahmen ohnehin in den nächsten Jahren angegangen werden müssten.
> Es sollte geprüft werden, ob für die Maßnahmen auch Fördermittel in Anspruch genommen werden können.
(Quelle: Verbraucherzentrale Hessen, Frankfurt, 2012)

Unwahrheiten I

05.12.12
"Dämmen ist teuer und schlecht fürs Gebäude", so verunsichern derzeit viele Meldungen sanierungswillige Hausbesitzer. Die sind angesichts der Diskussionen um die steigenden Energiekosten ratlos. Viele Verbraucher fragen sich, ob sie überhaupt dämmen sollen und wenn ja, wie. Die Verbraucherzentrale Hessen räumt auf mit Vorurteilen zum baulichen Wärmeschutz. Die Energieberater der Verbraucherzentrale informieren zu allen Fragen der energetischen Sanierung eines Hauses.
"Gedämmte Häuser schimmeln." Das Gegenteil ist der Fall. Ungedämmte Wände sind im Winter auf der Innenseite ziemlich kalt. Warme und feuchte Raumluft kühlt dort ab und schlägt sich an den Wänden nieder. Gleichzeitig steigt die relative Luftfeuchtigkeit. Ab einer Luftfeuchte von 80 Prozent nimmt das Schimmelpilzrisiko stark zu. Denn dieser braucht neben einem gewissen Maß an Feuchtigkeit nur wenig Nahrung, die er leicht auf der Tapete findet. Ein gut gedämmtes Gebäude reduziert hingegen selbst bei falschem Lüftungsverhalten das Schimmelpilzrisiko.
"Die Wände können nicht mehr atmen." Wände können grundsätzlich nicht atmen. Der Luftaustausch erfolgt ausschließlich über das Lüften (Fenster, Lüftungsanlage) oder unkontrolliert durch Fugen und Ritzen. Die obige Aussage bezieht sich auf die bauphysikalische Wasserdampfdiffusion (Feuchtetransport) durch Bauteile. Diese ist allerdings sehr gering und zudem abhängig von den Wandoberflächen und spielt bei der Feuchteabfuhr keine Rolle. Eine moderne, außen liegende, Dämmung hält das Gebäude trocken und die Innenoberflächen warm. "Häuser dürfen nicht zu dicht sein." Falsch. Es gilt der Grundsatz: "Luftdicht ist Pflicht". Gelüftet wird über die Fenster oder die Lüftungsanlage. Denn durch undichte Stellen wie Fugen und Ritzen, zum Beispiel dort, wo verschiedene Bauteile aneinander stoßen (Fenster-Wand, Dach-Wand, etc.), strömt im Winter die warme Luft nach draußen. Auf diesem Weg kühlt sie sich ab und kann die Feuchtigkeit nicht mehr halten. In der Folge kann es in den Fugen und Ritzen zu Schimmelbildung kommen. Da man dies in der Regel nicht sieht, kann man auch nicht reagieren. Außerdem geht über undichte Gebäudeteile unnötig viel Energie verloren, ein ausreichender Luftwechsel erfolgt darüber nicht.
(Quelle: Verbraucherzentrale Hessen, Frankfurt, 2012)

Richtig dämmen - weniger heizen

Vakuumdämmung (Quelle: Verbraucherzentrale Hessen)

22.10.2012
Der Beginn der Heizsaison lässt einen weiteren Teil der Energiekosten eines Haushalts steigen - die Heizkosten. Rund zwei Drittel der Wärme eines nicht gedämmten Einfamilienhauses entweicht ungenutzt über den Keller, durch die Außenwände und über das Dach. "Doch wer sein Haus richtig dämmt, muss weniger heizen", erläutert Dr. Elisabeth Benecke, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Hessen. Wer zum Beispiel ein typisches 60er-Jahre-Haus richtig dämmt, spart rund 1.200 Euro jährlich an Heizkosten. Drei Viertel des Energieeinsatzes privater Haushalte wird für die Heizung aufgewendet. Wer durch geeignete Dämmaßnahmen an einem solchen typischen 60er-Jahre-Haus dafür sorgt, dass die Wärme gar nicht erst nach außen entweicht, kann bis zu 2.000 Liter Heizöl pro Jahr sparen. Die Zeiten dicker Wände sind dabei längst vorbei. Eine Dämmschicht aus modernen Materialien mit einer Dicke von zwei Zentimetern dämmt genauso wirksam wie eine 30 Zentimeter Holzlochziegelwand oder eine ein Meter dicke Betonwand. Und werden Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet, wird innerhalb weniger Wochen mehr Energie eingespart als für die Herstellung des Dämmstoffs verwendet wurde. Abgesehen von dieser Energiebilanz lassen sich auch die Mehrkosten für Maßnahmen der Wärmedämmung rechnen. "Diese Investition lohnt sich je nach Aufwand bereits nach wenigen Jahren", so Benecke weiter. "Überlegt man, dass sich Öl- und Gaspreise in den letzten zehn Jahren verdoppelt haben, eine Fassade aber nur alle 30 Jahre saniert wird, amortisieren sich die Mehrkosten für Dämmung."
(Quelle: Verbraucherzentrale Hessen, Frankfurt, 2012)

Muss eine Wand atmen können?

02.05.2012
Es gibt immer wieder Hausbesitzer, die vor einer Außenwanddämmung zurückscheuen, weil sie der Meinung sind, dass die Wände dann nicht mehr atmen könnten. Sie verzichten damit auf eine effektive Maßnahme zur Reduzierung ihres Energieverbrauchs aufgrund eines immer noch verbreiteten Vorurteils. Die Behauptung, dass Wände atmen können, also zum Luftaustausch im Haus beitragen, ist schlichtweg falsch. Eine notwendige Lüftung findet nach wie vor durch regelmäßiges Öffnen von Fenstern und Türen oder über eine Lüftungsanlage statt. Das einzige, was sich im Winter durch die Außenwände nach draußen bewegt, sind etwa ein bis zwei Prozent des Wasserdampfes, der sich in der Innenraumluft befindet. Damit dieser Wasserdampf keinen Schaden in der Wand anrichtet, kommt es darauf an, dass Dämmassnahmen richtig ausgeführt werden. Was das heißt und wie viel Energie mit einer Wärmedämmung einspart werden können, erläutern die Energieberater der Verbraucherzentrale Hessen e.V. gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch nach telefonischer Voranmeldung.
(Quelle: Verbraucherzentrale Hessen, Frankfurt, 2012)

Dämmung der Außenwand mit der Vorhangfassade

10.03.2008
Die Vorhangfassade bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für die Fassade. Für die äußere Bekleidung (Vorhang) gibt es viele Materialien: Holz, Faserzementplatten, Naturstein, Metall- und Tonplatten, Glas usw. Aus einem alten hässlichen Entlein kann so mit Hilfe wertvoller Bekleidungen ein stolzer Schwan werden. Das hat seinen Preis: 80 Prozent der Kosten entfallen auf den Vorhang. Die Wärmedämmung fällt hingegen weniger ins Gewicht. 25-30 Euro pro qm Dämmung bei Gesamtkosten von 100-200 Euro pro qm. Der Vorhang wird durch eine Unterkonstruktion aus Holzlatten oder Aluminiumprofilen auf der Wand gehalten. Dazwischen werden die Wärmedämmplatten geklemmt und mit wenigen Dübeln angepresst. Zwischen Vorhang und Dämmung befindet sich ein Belüftungsraum von zwei bis vier cm. Durch die Belüftung kann zwischen die Plattenfugen eindringendes Regenwasser und von innen nach außen diffundierender Wasserdampf abtrocknen. Er ist also kein "bauphysikalischer Vorteil", sondern eine Notwendigkeit. Als Dämmschichtdicke empfiehlt die "Hessische Energiespar-Aktion" mindestens 12 cm Hiermit haben Sie die Energieverluste über Ihre Außenwände um 75 Prozent reduziert. Eine kluge Entscheidung, angesichts steigender Energiepreise. Ab 14 cm Dicke wird die Vorhangfassade auch vom CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau, www.kfw.de, gefördert. Als Dämmstoffe kommen Stein- und Glaswolle-, Holzweichfaser- und Zelluloseplatten usw. in Frage. Da die Dämmplatten nicht tragfähig sein müssen, sind sie recht kostengünstig. Als Wärmeleitfähigkeit des Dämm-Materials sind 0,035 W/(mK) günstig. Wichtig ist, auch den Kellersockel bis 50 cm unter die Kellerdecke zu dämmen. Hier kann die Dämmschicht 8-10 cm betragen. Sie muss feuchteunempfindlich sein und wird z.B. auf den Sockelputz aufgeklebt und neu verputzt. Fehlt ein breiter Dachüberstand, muss dieser erstellt werden. Die Kosten betragen beim Einfamilienhaus ca. 10 Euro pro qm Wandfläche. Wird zu einem früheren Zeitpunkt das Dach erneuert, sollte deshalb gleich daran gedacht werden.
Die Heizenergieeinsparung durch eine Außenwanddämmung beträgt beim Einfamilienhaus 15 bis 25 Prozent. Über die gesamte technische Lebensdauer von mindestens 30 Jahren machen sich die Mehrkosten für die Dämmung zwei bis dreimal bezahlt. Die Dämmung erhöht die Behaglichkeit im Haus. Selbst in kalten Wintern bleiben die Außenwände innen 17-19 Grad Celsius warm. Im Sommer hält die Dämmung die Sonnenwärme von der Wand fern; kühlere Räume sind die angenehme Folge. Heute ist weniger SO2 in der Außenluft, das begünstigt das Algenwachstum, auch auf Vorhangfassaden. Algen sind kein Schaden, sehen aber unschön aus. Wir können die Lebensbedingungen der Alge verschlechtern, denn sie brauchen Wasser: Nicht saugfähige Materialien sind bei der Vorhangfassade von Vorteil. Spezielle Anstriche nur in hartnäckigen Fällen einsetzen.
(Quelle: Hessische Enrgiespar-Aktion, Darmstadt, 2008)

Tipp

Zu Möglichkeiten der Außenwanddämmung und zu allen anderen Fragen rund ums Energiesparen im Alltag informiert die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Hessen gegen eine Kostenbeteiligung von 5 €.
<< siehe Menü links "Termine und Anmeldung"

mehr auch unter www.energiesparaktion.de