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Wirtschaftsstandort Zentral in Deutschland

Energieeinsparung an Fenstern und Außentüren

17.05.2014
Viele hessische Wohngebäude sind noch ganz oder zumindest teilweise mit einfachverglasten Fenstern ausgerüstet, die oftmals auch undichte Rahmenfugen aufweisen. Häufig bestehen auch Außentüren aus wenig dämmenden Glas- und Rahmenmaterialien. "Solche Fenster und Außentüren verursachen hohe Energieverluste und damit vermeidbare Kosten sowie ein unbehagliches Wohnklima", so Werner Eicke-Hennig, Leiter der "Hessischen Energiespar-Aktion", ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Bei tiefen Außentemperaturen kühlen die Scheiben bis auf Minusgrade ab ("Eisblumenbildung") und entziehen den Wohnräumen einseitig Wärmestrahlung. Auch bei abgedichteten Fugen liegt hier oft die Ursache unangenehmer Zuglufterscheinungen im Raum. Aus diesen Gründen sollten einfachverglaste sowie undichte Fenster und Außentüren endgültig der Vergangenheit angehören. Auch das "normale" Zweischeiben-Isolierglas, das etwa zwischen 1970 und 1995 üblich war, hat unzureichende Dämmeigenschaften und sollte bei sich bietender Gelegenheit durch Wärmeschutzglas ersetzt werden. Durch Sanierung oder Erneuerung unzureichender Fenster und Türen mit energiesparenden Verglasungen, Rahmenmaterialien und Dichtungen werden

> die Energieverluste erheblich verringert
> erhöht sich die Wohnbehaglichkeit
> wird der Schallschutz verbessert.

Fenster kann man auch als "passive Sonnenkollektoren" bezeichnen. Wärmeschutz-Isolierverglasung sammelt nicht nur die kostenlose Sonnenenergie, sondern bietet auch gleichzeitig die beste Dämmwirkung für die langen dunklen Stunden der Wintertage und der kalten Nächte.
(Quelle: Hessische Enrgiespar-Aktion, Darmstadt, 2014)

Was tun bei undichten Fenstern und Türen?

29.11.2011
In vielen Wohnungen entstehen Wärmeverluste durch Zugluft. Bei Fenstern, die nicht dicht schließen, lohnt es sich, in manchen Fällen die Dichtprofile zu erneuern oder die Fensterflügel neu zu justieren. Bei Haus- oder Wohnungstüren mit offenem Türschlitz kann oftmals nachträglich ein Dichtprofil eingebaut werden. Bei vorhandenem Windfang sollte bei kalter Witterung die Windfangtür stets geschlossen gehalten werden.
(Quelle: Verbraucherzentrale Hessen)

Wärmeschutz-Isolierverglasung

18.02.2008
Bei Verglasungen hat in aller Stille eine kleine Revolution stattgefunden: Sie heißt Wärmeschutz-Isolierverglasung. Diese Verglasungen dämmen besser als eine 38 cm dicke Wand aus der Kaiserzeit und dies bei nur 2,4 cm Dicke der Verglasung. Sie besteht aus 4 Millimeter Glas und 16 Millimeter Scheibenzwischenraum und wieder 4 Millimeter Glas.
Die Qualität kommt durch zwei technische Details zustande: Erstens eine hauchdünne Edelmetallbedampfung im Zwischenraum der beiden Scheiben und zweitens eine Edelgasfüllung. Damit werden die Wärmeverluste über die Verglasung um fast zwei Drittel reduziert. Da Wohnhäuser in der Regel aber nur kleine Fensterflächenanteile haben, beträgt die Heizkosteneinsparung für ein Einfamilienhaus ca. 4-8 Prozent, wenn schon die ab dem Jahre 1960 übliche Isolierverglasung eingebaut war. Ist noch Einfachverglasung in den alten Fenstern, kann die Einsparung für das Haus bis zu 11 Prozent betragen. Beim Fenstertausch ist Energieeinsparung längst nicht alles. Was oft vergessen wird: Die neuen Verglasungen bringen auch mehr Behaglichkeit ins Haus. Auch in winterlichen Frostperioden liegt ihre innere Oberflächentemperatur über 15 Grad Celsius. So kann das Sofa in der Nähe des Fensters stehen, ohne dass man durch kalte Zugluft belästigt wird.

Es bestehen zwei Erneuerungsmöglichkeiten:
1.) Sind die Rahmen noch in einem sehr guten Zustand, kann es sich unter Umständen lohnen, nur die Verglasung auszutauschen. Dies bietet sich zum Beispiel bei Kasten- und Verbundfenstern oder hochwertigen Fensterrahmen an. Voraussetzung ist: der Rahmen muss tragfähig sein und die etwas breitere Wärmeschutz-Isolierverglasung aufnehmen können.

2.) Die beste Lösung ist jedoch ein Neufenster mit Wärmeschutz-Isolierverglasung. Dies hält dann wieder mindestens 30 Jahre. Als Rahmenmaterial stehen Holz, PVC, Aluminium und Holz-Aluminium zur Verfügung. Achten Sie darauf, dass die Dämmqualität des Rahmens nicht weit von der der Verglasung abweicht; sonst kann Tauwasser am Rahmen entstehen. Die Wärmeschutz-Isolierverglasung gibt es in einer großen Bandbreite von Dämmqualitäten: Die "Hessische Energiespar-Aktion" rät: Wählen Sie einen Glas-U-Wert von 1,1 W/(m²K). Damit sind sie sogar besser, als die Energieeinsparverordnung vorschreibt. Ihr Fensterbauer dichtet die Baukörperanschlussfuge nach der gültigen Luftdichtheitsnorm ab (DIN 4108-7). Beachten Sie, dass eine Sprossenteilung im Fenster den Wärmeschutz um bis zu 15 Prozent verschlechtert. Wo Sprossen aber den Charakter des Hauses mitbestimmen, sollte man diese Verschlechterung in Kauf nehmen.

Denken Sie auch an Ihre Rollladenkästen. Deren Fläche beträgt beim Einfamilienhaus gut 10 Quadratmeter. In der Regel kann man Kastendeckel und Boden mit zwei Zentimeter extrudierten Dämmplatten bekleben und die Fugen mit Silikon abdichten. Die beste Lösung ist jedoch ein neuer kompakter Vorsatzrollladen und die Beseitigung des alten. Achten Sie hierbei auf ausreichende spätere Dämmmöglichkeiten der Wand zwischen Fensterlaibungen und Vorsatzrollladen. Da die neuen Fenster luftdichter sind, erhöht sich nach dem Fenstertausch häufig die Luftfeuchtigkeit im Haus. Wo feuchtwarme Luft auf kalte Außenbauteile stößt, entsteht ein Feuchtefilm, in dem der Schimmel wachsen kann. Hierauf muss man fortan achten und durch aktives Lüften Schimmelpilzbildung vermeiden. Eine spätere Dämmung der Außenwände beseitigt auch dieses Problem weitgehend. Dies beweist eine aktuelle Studie von zwei Hygienelehrstühlen an 5.100 deutschen Wohnungen: Je besser die untersuchten Objekte gedämmt waren, desto weniger Schimmel wurde angetroffen - auch bei dichten Fenstern.

Fenster kann man auch als "passive Sonnenkollektoren" bezeichnen. In unseren Breiten kommt es aber nicht auf die Größe der Südfensterfläche an. Wichtiger ist, dass die ins Haus gelassene Sonnenwärme in den langen dunklen Stunden des Wintertages und der Nacht nicht wieder verloren geht. Wärmeschutz-Isolierverglasung gewährleistet beides: Sie lässt die Sonnenwärme ins Haus und verhindert durch ihre gleichzeitige Dämmwirkung, dass die kostenlose Sonnenenergie über Nacht wieder über die Scheiben verloren geht. Die Kosten für neue Fenster liegen im Wohnungsbau bei 300 bis 450 Euro pro Quadratmeter.
(Quelle: Hessische Enrgiespar-Aktion, Darmstadt, 2008)

Tipp

Zu energiesparenden Fenstern und zu allen anderen Fragen rund ums Energiesparen im Alltag informiert die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Hessen gegen eine Kostenbeteiligung von 5 €.
<< siehe Menü links "Termine und Anmeldung"

mehr auch unter www.energiesparaktion.de