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Wirtschaftsstandort Zentral in Deutschland

Dämmung von Kellerdecken

03.03.2008
Fußkälte war Jahrhunderte lang eine Geißel der Menschheit. Noch heute leiden Bewohner in vielen hessischen Häusern darunter. Gemauerte Kappendecken, Hohlsteindecken, Stahlbetonplatten oder Holzbalkendecken dämmen kaum. Die Dämmwirkung erwartete man früher von Sand- und Schlackenschüttungen oder 1- 2 cm dünnen Dämmplatten unter dem Estrich. Erst in den siebziger Jahren stieg die Trittschalldämmstärke auf 3,5 cm an. Dieses ist alles kein guter Wärmeschutz. Vermeidbare Energieverluste durch die Kellerdecke gehen Hand in Hand mit Fußkälte, gegen die angeheizt werden muss. Nachträglicher Wärmeschutz ist bei der Kellerdecke einfach und auch kostengünstig möglich. Für ein typisches hessisches Ein-Familienhaus sinkt der Energieverbrauch durch Kellerdeckendämmung um 4-6 Prozent. Gleichzeitig verschwindet die Fußkälte. Sie haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten die Kellerdecke zu dämmen: Steht eine Fußbodenerneuerung an, wird die Trittschalldämmung möglichst 5 cm auf der Deckenplatte durchgeführt. In den meisten Fällen jedoch dämmt man die Kellerdecke von unten. In der Regel werden die Dämmplatten einfach unter die Kellerdecke geklebt. Eine Verkleidung der Dämmplatten ist technisch nicht erforderlich. Als Dämmstoffe kommen in Frage: Polystyrol (expandiert oder extrudiert). Glas- oder Steinwolleplatten, wahlweise mit bereits fertiger Deckschicht. Zellulose- oder Korkdämmplatten. Schaumglas, Naturdämmstoffe und vieles mehr. Bei gewölbten Decken gibt es sogar konisch zugeschnittene Glaswolle-Dämmstoffe, die man in die Wölbung sehr gut einkleben kann. Oftmals behindern Leitungen unter der Decke eine ebene Verlegung. Lösungen können sein: Die Rohrbereiche werden mit Dämm-Material verkleidet. Dies ist nicht schön aber praktisch und preiswert zugleich. Zunächst werden Hartschaumdämmstreifen als Abstandshalter an der Decke befestigt. Auf diese werden dann die Dämmplatte geklebt. Der Hohlraum zwischen Decke und Leitungen kann zusätzlich mit Dämmmaterial ausgestopft werden. Dies setzt jedoch die nötige Kopfhöhe voraus. Die eleganteste Lösung für unebene Decken: In eine abgehängte Deckenkonstruktion (Gipskartonplatten oder ähnliches) werden Dämmstoffe eingeblasen oder gelegt. Hier kostet die Abhängung mehr als der Dämmstoff. Das ist schön, aber die meisten Kellerdecken benötigen einen solchen Sonderaufwand nicht. Die "Hessische Energiespar-Aktion" empfiehlt 6 - 8 Zentimeter Dämmstärke. Da man durch die geringe Kellerhöhe in der Dicke der Dämmstoffe festgelegt ist, empfehlen sich besser dämmende Materialien aus der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035 (auf der Verpackung steht: Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit: 0,035 W/mK). Diese dämmen 13 Prozent besser als die gebräuchlicheren Dämmstoffe.
(Quelle: Hessische Enrgiespar-Aktion, Darmstadt, 2008) 

Tipp

Zu Kellerdeckendämmung und zu allen anderen Fragen rund ums Energiesparen im Alltag informiert die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Hessen gegen eine Kostenbeteiligung von 5 €.
<< siehe Menü links "Termine und Anmeldung"

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