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Wirtschaftsstandort Zentral in Deutschland

Niedrigere Vergütungssätze seit Januar 2012

Solarstrom: Eigenverbrauch wird attraktiver
23.1.2012
Hausbesitzer mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach haben die Wahl: Sie können den erzeugten Strom ins Netz einspeisen - oder ihn zumindest teilweise selbst verbrauchen. "Bislang brachte der Eigenverbrauch nur geringe finanzielle Vorteile. Doch sinkende Vergütungssätze einerseits und steigende Strompreise andererseits lassen diese Option immer attraktiver werden", erklärt Anika Sauer von der Verbraucherzentrale Hessen.

Sowohl wer Strom aus Sonnenenergie ins Netz einspeist, als auch wer ihn selbst nutzt, erhält eine garantierte Vergütung. So sieht es das Erneuerba-re-Energien-Gesetz (EEG) vor. Die Vergütungssätze sinken jedoch nach dem Willen des Gesetzgebers von Jahr zu Jahr, auch da die Preise für Photovoltaikanlagen zuletzt rapide gesunken sind.

Wer 2012 eine typische Anlage mit einer Spitzenleistung von bis zu 30 Kilowatt neu auf dem Hausdach installiert, erhält vom Netzbetreiber nunmehr 24,43 Cent pro Kilowattstunde Strom, die ins Stromnetz fließt. Für den Eigenverbrauch gilt seit dem Jahreswechsel: abhängig vom prozentualem Anteil des Eigenverbrauchs zahlt der Netzbetreiber 8,05 oder 12,43 Cent je selbst verbrauchter Kilowattstunde an den Besitzer der Anlage. Die höhere Vergütung gibt es, wenn mehr als 30% des selbst erzeugten Stroms selbst verbraucht wird.

Steigende Strompreise sprechen für Eigenverbrauch

Die dritte Variable in der Rechnung ist der Verbrauchspreis des regulär von einem Energieversorger bezogenen Stroms, sollte der Bedarf im eigenen Haushalt nicht komplett durch die eigene Photovoltaikanlage gedeckt werden. Denn auch bei günstigen Stromanbietern kostet die Kilowattstunde mittlerweile mehr als 20 Cent, so dass der Gewinn durch das Einspeisen des selbst erzeugten Stroms zusehends dahin schmilzt. "Falls Vergütungssatz und Strompreis gleich hoch sind, kann die Netzeinspeisung sogar zum Verlustgeschäft werden", gibt Anika Sauer zu bedenken. Gute Gründe also, mit dem selbst erzeugten Strom den eigenen Haushalt zu versorgen.

Tipp

Zur aktuellen Solarstromförderung und zu allen anderen Fragen rund ums Energiesparen im Alltag informiert die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Hessen gegen eine Kostenbeteiligung von 5 €.
<< siehe Menü links "Termine und Anmeldung"

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