Untitled Document

KÜLTE - ERWEITERUNG DER SPORTHALLE

BESTAND

Das bestehende Gebäude wurde in mehreren Bauphasen errichtet. 1973 wurde ein Vereinsheim mit ca. 127 m² Nutzfläche gebaut. Mit Baugenehmigung vom 28.05.1991 wurde die jetzt bestehende Mehrzweckhalle ermöglicht. 1998 wurde ein Anbau für Gerätschaften und Materialien – ohne innere Verbindung zum übrigen Gebäude – ergänzt. Die vorhandene Mehrzweckhalle besteht aus einer ca. 600 m² großen Sporthalle, zwei Aufenthaltsräumen mit 105 bzw. 62 m² und den erforderlichen Nebenräumen: Umkleiden,  Sanitär- und Geräteräume etc. mit insgesamt ca. 220 m² Nutzfläche (ohne Flure). Alle Räume liegen im Erdgeschoss.
Die Sporthalle wurde auf in den oberen Schichten wenig tragfähigem Untergrund errichtet. Eine aufwändige Gründung, u. a.  mit Schotterpfählen, war erforderlich. Über einer Stahlbetonbodenplatte erhebt sich ein Stahlbeton-Skelettbau mit ausgemauerten Feldern. Das Dachtragwerk besteht aus Brettschichtholz-Hauptträgern und Nadelholz-Koppelpfetten. Die Bedachung wurde mit Betondachsteinen ausgeführt. Die Aufenthalts- und Nebenräume sind als Mauerwerksbau mit traditionellen Dachstühlen errichtet. Die Beheizung des gesamten Gebäudes erfolgt  durch eine Gaszentralheizung, die durch eine solarthermische Anlage unterstützt wird. Die Wärmeverteilung erfolgt in der Halle durch ein Warmluftgebläse, während die übrigen Räume durch wandmontierte Plattenheizkörper versorgt werden. Die Sanitäranlagen sind den jeweiligen Funktionsbereichen zugeordnet.

PLANUNG UND AUSFÜHRUNG

Die Sporthalle wurde von 27 m auf 44 m innere Länge vergrößert. Die Gründung erfolgte mittels Bohrverfahren. Die Verlängerung des vorhandenen südlichen Anbaues ermöglichte die Schaffung von adäquaten Umkleide- und Sanitärbereichen für die Sportler sowie eine bedarfsgerechte Ergänzung der Geräteräume. Im Norden entstand ein Anbau, der einen Zuschauerbereich und angemessene sanitäre Einrichtungen für Besucher ermöglicht. Ein Steg in diesem Nordanbau ermöglicht trotz beschränkter Grundfläche eine Gesamtzuschauerzahl von ca. 300 Personen. Die gesamte Halle wurde behindertengerecht ausgebaut (3 Toiletten für Behindertennutzung, 3 Duschen für Behindertennutzung) Die Materialien der Erweiterungen wurden, angepasst an die Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung, bei Boden, Wänden und Dach-Haupttragwerk denen des Bestandes entsprechen. Die Bedachung selbst wurde bei der Hallenerweiterung und dem Nordanbau als Sandwichelement ausgeführt. Die vorhandene Haustechnik wurde in ihrer Funktionsfähigkeit und Leistungsfähigkeit den geänderten Anforderungen angepasst.

KLICK - auf Bild für Vergrößerung

Der neue rückwärtige Anbau mit WC, Küche und Empore
Die Giebelwand der Hallenverlängerung
Blick auf die neue Empore
Weiterführung der ursprünglichen Form
Blick vom rückwärtigen Anbau unter die Empore
Der hohe Zuschauerbereich bietet einen besonderen Blick auf das Spielgeschehen